14 ene. 2018

Workshop ‚Recht und Krise in der Literatur‘. Juristische Fakultät. Humboldt-Universität zu Berlin




Recht und Krise in der Literatur

Workshop

Juristische Fakultät

Humboldt-Universität zu Berlin

19.01.2018 von 10:00 bis 18:00

Organisation: Prof. Dr. Anna-Bettina Kaiser und Dr. Benjamin Lahusen

 

Die Krise ist der Moment der Entscheidung. Für das Recht ist die Krise deshalb traditionell von besonderer Bedeutung. Seit dem Eintritt in die Neuzeit, als alles Recht auf Entscheidung programmiert wurde, ist daraus eine Art essentieller Tiefengrammatik geworden. Recht entscheidet in allen Fällen, und gerade dieser Entscheidungszwang scheint so etwas wie der Schrittmacher des Systems zu sein.

Die Dramaturgie der Krise ist auch für literarische Verarbeitungen attraktiv. Wie verwickelt der Ausgangspunkt auch immer sein mag, am Ende steht fast notgedrungen die Klarheit eines binären Schemas: So oder so. Dabei ist die Literatur natürlich ungezwungener im Umgang mit Krisen. Ihr Gegenstand können individuelle, höchstpersönliche Notlagen sein, die nach Veränderung verlangen, aber auch ein gesellschaftlicher, staatlicher oder gar universeller Ausnahmezustand, der das Entscheidungsvermögen des Einzelnen aufs äußerste belastet.

Wie dabei mit dem Moment der Entscheidung umgegangen wird, auf welche Weise normative, rechtliche oder gar juristische Rahmenbedingungen reflektiert, ausgefüllt oder ihrerseits kritisiert werden, soll in einem eintägigen Workshop anhand einzelner Studien in den Blick genommen. Mittelpunkt steht die zeitgenössische Literatur seit 1945.

Der Workshop wird von Prof. Dr. Anna-Bettina Kaiser und Dr. Benjamin Lahusen im Rahmen des Schwerpunkts "Recht und Krise" ausgerichtet.

 


Bei Interesse an einer Teilnahme wenden Sie sich bitte an Dr. Benjamin Lahusen.
 
 

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