Friday, November 13, 2015

Derecho y cultura literaria en Alemania. Novedad bibliográfica



 
Bodo Pieroth
Recht und Literatur: Von Friedrich Schiller bis Martin Walser
C. H. Beck, München, 2015, XVI, 327 pp
ISBN: 9783406-681912
 
Werke der Literatur haben sich immer wieder auch mit Problemen des Rechts befasst. Sie bieten dabei vielfältiges Anschauungsmaterial und lassen große menschliche Erfahrung im Umgang mit rechtlichen Fragestellungen erkennen. So ist das Thema Recht und Literatur unter den unterschiedlichsten Gesichtspunkten betrachtet worden.
Pieroth hat sich mit diesem Buch auf die Suche nach literarischen Werken gemacht, in denen Lebenswirklichkeiten beschrieben werden, die grundlegende Rechtsfragen aufwerfen. Mit einer Auswahl bedeutender, rechtlich geprägter Passagen der Weltliteratur möchte er Juristen wie Nichtjuristen zum Nachdenken über zentrale Probleme, die mit den Mitteln des Rechts zu lösen sind, anregen.
Zu diesem Zweck lässt er zunächst die rechtlich geprägten Aussagen in unterschiedlichsten Literaturwerken zu Wort kommen. Außerdem wird der jeweilige Autor kurz vorgestellt sowie die Entstehung seines Werkes und seiner Wirkungen beleuchtet. Danach führt Pieroth an das juristische Problem heran und zeigt dann auf, wie es nach aktuell geltendem Recht zu lösen ist.
 

Einleitung


Erster Teil. Recht und Staat

Kapitel 1. Ist der Tyrannenmord gerechtfertigt?

Friedrich Schiller: Wilhelm Tell. Schauspiel, 1804

Kapitel 2. Kann aus Gewalt Recht entstehen?
(a) Georg Büchner: Danton’s Tod. Drama, 1835
(b) Joseph von Eichendorff: Das Schloß Dürande. Novelle, 1837

Kapitel 3. Kann das Recht die Macht begrenzen?

Franz Kafka: Der Process, 1915/1925

Kapitel 4. Schafft staatliches Recht Gerechtigkeit?

Werner Bergengruen: Der Großtyrann und das Gericht. Roman, 1935

Kapitel 5. Wirkt Recht im Krieg?

Arnold Zweig: Der Streit um den Sergeanten Grischa. Roman, 1927

Kapitel 6. Braucht der Staat Streitkräfte?

Wolfgang Koeppen: Das Treibhaus. Roman, 1953

Zweiter Teil. Mensch und Gericht

Kapitel 7. Was hilft gegen Rechtsverweigerung?

(a) Heinrich von Kleist: Michael Kohlhaas, 1810

(b) Martin Walser: Finks Krieg. Roman, 1996

Kapitel 8. Kann arm gegen reich Recht bekommen?

(a) Gerhart Hauptmann: Die Weber. Schauspiel aus den vierziger Jahren, 1892

(b) Bertolt Brecht: Der kaukasische Kreidekreis, 1954

 
Kapitel 9. Wie findet der Richter die Wahrheit?

E.T.A. Hoffmann: Das Fräulein von Scuderi.
Erzählung aus dem Zeitalter

Ludwig des Vierzehnten, 1819/1821

Kapitel 10. Wer ist zurechnungsfähig?
Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Roman, 1930/1932

Kapitel 11. Welche Tat ist zurechenbar?
Friedrich Dürrenmatt: Die Panne. Eine noch
mögliche Geschichte, 1956


Bibliographischer Anhang
Personen- und Sachregister . 


Professor Pieroth lehrt Öffentliches Recht an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster und leitet dort das Institut für Öffentliches Recht und Politik. Nach dem Studium in München, Bonn, Freiburg und Nizza, der Promotion und Habilitation in Heidelberg hatte er Professuren in Bochum und Marburg sowie Gastprofessuren in Frankreich und den USA inne.

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